Für den Halter unmissverständlicher dagegen ist das Aufstellen des Bartes und Aufreissen des Maules. Dies Verhalten ist eine Drohung an den "Eindringling" und soll sagen: "Wenn du mir zu nahe kommst, beisse ich". Fühlt sich eine Bartagame in die Enge getrieben und sieht keinen Fluchtweg, dann kann es sogar zum Fauchen kommen. Gleichzeitig wird der Bart so weit es geht abgespreizt, der Körper seitlich abgeflacht, damit der Feind die vielen Stacheln sieht. In seltenen Fällen wird der Feind tatsächlich gebissen, meist bleibt es bei einer leeren, aber sehr beeindruckenden Drohung.
Bartagamen haben sich in vielerlei Hinsicht an die Wüste und andere Trockengebiete angepasst. Die Fussflächen sind relativ groß und die Zehen lassen sich weit spreizen, so verhindern sie durch die größere Auftrittsfläche ein Einsinken in den Sand.
Eine Geste, die von vielen Haltern häufig missverstanden wird, ist das Augenschließen. Dies wird häufig dann beobachtet, wenn man die Bartagame streichelt und dann als Ausdruck der Entspannung interpretiert. Im Gegensatz zu anderen Tieren, wie z.B. Katzen oder Hunde, handelt es sich dabei um eine Ablehnungsgeste und man sollte dann mit der "Zuwendung" aufhören. Reptilien sind keine Kuscheltiere!
Das Trommelfell ist sehr weit aussenliegend, so wird ein Eindringen von Sand in den Gehörgang verhindert. Sollte das Trommelfell reißen, regeneriert es sich sehr schnell, es wird bei jeder Häutung mitgehäutet. Unter dem alten Trommelfell liegt dann bereits ein neues. Die Nase ist durch eine luftdurchlässige Haut verschlossen, auch hier soll ein Eindringen von Sand verhindert werden. Um das Verhindern des Eindringens von Sand geht es auch beim Auge. Über den Augen liegen wimpernähnliche Schuppen, die umherwehenden Sand vom Auge fernzuhalten.