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Bartagamen ernähren sich sowohl vegetarisch wie animalisch: sie fressen Grünzeug und tierische Kost. Jedenfalls nach Lehrbuch. Aber auch die Bartagamen sind individuell verschieden und ernähren sich auch unterschiedlich. Manche Tiere nehmen nie pflanzliche Kost zu sich, andere wiederum ernähren sich zu 70-80% vegetarisch. Ein Pauschalrezept gibt es nicht.
Man ist als Halter auf die eigenen Beobachtungen angewiesen, schnell wird man herausfinden, was die Tiere an Leibspreisen haben. Aber die Abwechslung soll dabei nicht vergessen werden
Vegetarische Kost: Salate, Karotten gerieben fressen aber längst nicht alle Tiere, Zucchini, Paprika, Birne, Tomate, Erdbeeren, Kirschen, Brombeeren, Heidelbeeren, Weintrauben. Die Natur bietet uns im Sommer auch viel Abwechslung. Löwenzahn besonders die Blüten und Vogelmiere und div. andere Kräuter kann man an geschützten Stellen sammeln. Aber bitte darauf achten, dass auf umliegenden Feldern keine Gifte gespritzt wurden und das keine vielbefahrene Straße in der Nähe ist . Obst und Gemüse immer entsprechend zerkleinern raspeln, würfeln, dünne Scheiben, entkernen und natürlich vor dem Verfüttern gründlich waschen !
Niemals den 'normalen' grünen Salat verfüttern, er ist zu nitratreich - und auch niemals Kohlpflanzen geben Blähungen.



Jungtiere fressen häufig kein oder kaum Grünzeug. Das ist normal. Die Ernährung der Kleinen Bartagamen muß eiweissreich sein, diesen Bedarf decken die Insekten sehr gut ab. Als Halter kann man dem aber entgegenwirken, indem man ab dem dritten Lebenstag Grünes anbietet. Gut geeignet sind da Eisbergsalat, und Löwenzahn immer gut gewaschen und kleingeschnitten.
Mehlwürmer: kann man geben, sind aber sehr fetthaltig und eine Überfütterung führt zum Erbrechen oder zur Ausscheidung der unverdauten Würmer. Man sollte die Menge daher auf 4-5 Mehlwürmer pro Bartagame beschränken und die Mehlwürmer auch nicht zu oft anbieten.

Zophobas: es sind die Larven des afrikanischen Schwarzkäfers. Auch diese sind sehr fetthaltig und sollten daher nicht zu häufig und nicht in größeren Mengen gefüttert werden.
Zophobas besitzen scharfe zangenartige Mundwerkzeuge. Bartagamen sind in der Regel hastige Fresser, die ihre 'Opfer' häufig lebend schlucken. Es kommt häufig vor, daß sich die Zophobas dann durch die Magenwand der Echse bohren, und so das Tier lebensgefährlich verletzen. - Man sollte den Zophobas vor dem Verfüttern mit einer Pinzette die Köpfe zerdrücken, damit nichts passiert.
Eine weitere Eigenart dieser Larven: sie sondern aus dem Hinterleib ein hautreizendes Sekret ab, daß zu unangenehmem Jucken und Brennen führen kann - wer empfindlich reagiert sollte die Zophobas nur mit einer Pinzette händeln.
Wachsraupen: sind die Raupen der Wachsmotte, einem Schädling der Bienenstöcke. Wieder muß gesagt werden, daß die Raupen erheblich fetthaltig sind! Wachsraupen werden sehr häufig zur Anfütterung von frisch geschlüpften Bartagamen eingesetzt. Durch den süßen Geschmack der Raupen, werden sie auch gern gefressen. Aber aufgepasst diese Raupen sind von dem Organismus der Babys nicht zu verdauen. 

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Wie häufig und welche Mengen sollen die Bartagamenfressen?

Junge Bartagamen müssen täglich gefüttert werden. Die Menge liegt an der Grösse und dem Allgemeinzustand der Tiere. Junge und halbwüchsige Tiere sind gut mit Heimchen zu ernähren, Adulte benötigen mindestens grosse Grillen. Als Massstab für die Menge kann man wieder nur die eigenen Erfahrungen nehmen. Meine 5 Tiere benötigen mindestens etwa 2 Heuschrecken pro Tier. Eine gute Ergänzung sind sicherlich Schaben. Wer aber Schaben erwerben kann, sollte sie unbedingt einmal anbieten.Es ist eine sehr gute Abwechslung. Bei Zugabe von Grünfutter verringert sich die Menge der Insekten erheblich. Im Sommer, wenn man zusätzlich auf Löwenzahn, und div. andere Kräuter zurückgreifen kann, benötige ich für meine Bartagamen wenige Insekten.
Grünfutter reicht man in Futterschalen, damit es nicht verschmutzt. Die Menge richtet sich auch hier nach der Anzahl der Tiere und nach deren Hunger. Es sollte so sein, dass die Bartagamen kommen, wenn das Futter in das Terrarium gestellt wird, und den Napf dann relativ schnell leer fressen.  Hat sich die Futtermenge eingependelt, kann man bei adulten Tieren einen Fastentag in der Woche einrichten, bei manchen Gruppen sogar zwei - aber auch das muss erprobt werden und ist bei allen Tieren unterschiedlich.
Ich bin der Meinung Grünfutter sollte immer zur verfühgung gestellt werden. Die Insekten sollten etwa zwei Stunden nach der Fütterung verbraucht sein, dann hat man das richtige Mass gefunden.
Eine Schale mit frischem Trinkwasser gehört unbedingt in das Terrarium. Da die Bartagamen auch gern einmal durch das Wasser laufen, versandet es schnell und muß daher täglich erneuert werden!






 
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