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Ihren Namen verdanken die Vogelspinnen vermutlich Naturforscherin und Künstlerin Maria Sibylla Merian die 1705 nach einer Reise nach Surinam eine Illustration veröffentlichte, die eine große spinne zeigt, die gerade einen Kolibri verspeist! Vogelspinnen findet man fast rund um den Erdball in tropischen und subtropischen Klimazonen! Man unterscheidet zwischen Baum-, Boden- und Röhrenbewohnern! Allerdings zeigen Tiere im Terrarium immer wieder atypische Lebensweisen!
Vogelspinnen traten bereits vor 350 Millionen Jahren auf. Sie kommen vor allem in tropischen bis subtropischen Klimazonen vor und man kennt bis jetzt 900 Arten in 112 verschiedenen Gattungen.
Ihr Körper ist in einen Vorderteil mit Beissklauen, Tastern und vier Beinpaaren und einen Hinterteil, auf dem sich die Spinnwarzen befinden, unterteilt.
Die grösste, bisher bekannte Art ist die Theraposa blondi. Mit einer Körperlänge von bis zu zwölf Zentimetern und einer Spannweite von bis zu dreissig Zentimetern ist sie doch ziemlich beeindruckend!


             

                 Brachypelma Boehmei Weibchen  ( Mexiko )


Über die Giftigkeit von Vogelspinnen wurde schon viel Falsches berichtet. Leider wird immer wieder, vor allem in der Sensationspresse, berichtet, daß Vogelspinnen Menschen durch ihr tödliches Gift umgebracht haben.
Oft wird dann noch davon gesprochen, daß diejenigen Personen "gestochen" worden seien ,was völliger Quatsch ist ! Die Wahrheit ist, daß bis zum heutigen Zeitpunkt keine Vogelspinnenart bekannt ist, deren Biss bei einem erwachsenen, gesunden Menschen zum Tode führen kann.
Sicherlich gibt es Spinnen, deren Biss bei Menschen zum Tode führen kann. Dazu zählt z.B. die schwarze Witwe.
Vogelspinnen gehören jedoch nicht dazu. Tatsache ist, daß das Gift der Vogelspinnen auf ( Warmblüter ) nur schwach wirkt. Bei Reptilien ( Kaltblüter ) ist die Giftwirkung wesentlich stärker. .
Vogelspinnen - haarig, schön und schauerlich, doch weit weniger gefährlich als ihr Ruf. Sie sind als interessante Terrarientiere begehrt. Ihre auffallende Erscheinung zeigt aber vor allem, wie phantasievoll sich in der Natur die Anpassung an spezifische Lebensräume zeigen kann. Viele teilweise spektakulär schöne Vogelspinnenarten wurden in den letzten Jahren neu entdeckt und beschrieben. Durch die genauere Kenntnis ihrer Lebensweise lassen sich auch bisher selten gehaltene Arten im Terrarium halten und züchten.


                    Die Rote Chile Vogelspinne (Grammostola rosea)


Von den Vogelspinnenarten unserer Erde wurden etwa 880 bisher beschrieben. Sie leben mehr oder weniger versteckt in den warmen Zonen der Alten und Neuen Welt, wurden aber in letzter Zeit selbst noch in 4500 m Höhe in den Anden entdeckt. Viel Unrichtiges wurde über ihre angebliche Gefährlichkeit nicht nur in den Massenmedien berichtet. Auf der anderen Seite nimmt die Zahl derer, die sich mit ihnen beschäftigen, rapide zu. Ihre Langlebigkeit und ihr ungewöhnliches Beute-, Sexual-, Brutpflege- und Feindabwehrverhalten ließ sie zu allseits bewunderten Terrarientieren werden. Während den Wissenschaftler u.a. Phylogenie, verwandtschaftliche Beziehungen, Taxonomie, Toxizität und Ethologie beschäftigen, ist der Terrarianer an den exakten Namen seiner Pfleglinge und an deren richtiger Haltung interessiert.


                              Unteransicht einer Vogelspinne






 
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